Public:Unternehmerprüfung

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Unternehmerprüfung: Wann brauche ich diesen Nachweis?



Inhaltsverzeichnis



Was ist die Unternehmerprüfung?

Die Unternehmerprüfung ist ein Nachweis für kaufmännisches und rechtliches Wissen. Sie ist in vielen Fällen eine Voraussetzung, um ein selbstständiges Unternehmen zu gründen oder als Geschäftsführung arbeiten zu können. 
Die Unternehmerprüfung ist oft in Ausbildungen eingeschlossen, zum Beispiel in einer Meisterschule oder einer berufsbildende mittlere oder höhere kaufmännische oder wirtschaftliche Schulen  Zahlreiche berufsbildende Abendschulen weisen darauf hin, dass der Abschluss auch die Unternehmerprüfung ersetzt. Auch der Unternehmerführerschein, ein Format der Wirtschaftskammer Österreich, ersetzt die Unternehmerprüfung, ebenso ein Studium der Wirtschafts- oder Rechtswissenschaften.

Wer braucht die Unternehmerprüfung?

Sie brauchen die Unternehmerprüfung:

  • Wenn Sie ein reglementiertes Gewerbe oder ein Teilgewerbe anmelden wollen
  • Oder Sie als gewerberechtliche Geschäftsführerin/gewerberechtlicher Geschäftsführer eingesetzt werden.

Was sind reglementierte Gewerbe?

Handwerksberufe wie Augenoptik, aber auch Fremdenführer und Lebens- und Sozialberater und Versicherungsvermittler und Vermögensberater fallen unter die regelementierte Gewerbe. In den meisten Fällen wird hier aber die Unternehmerprüfung im Rahmen einer Ausbildung, z.B. um Meister/in zu werden, abgelegt. Die aktuelle Liste der reglementierten Gewerbe finden Sie auf der Seite des BMWFJ.

Was sind Teilgewerbe?

Teilgewerbe sind Tätigkeiten in einem reglementierten Gewerbe, die selbstständig ausgeübt werden können, wenn Sie Praxiszeiten oder auch eine Lehrabschlussprüfung (und keine Meisterprüfung) nachweisen können. "Selbstständig ausgeübt" heißt, dass Sie ein eigenes Unternehmen gründen. Teilgewerbe sind oftmals interessant für Menschen, die "quer" in einen Beruf einsteigen oder Erfahrungen vor allem durch Praxis erworben haben.

Derzeit gibt es in Österreich 21 Tätigkeiten, die als Teilgewerbe geregelt sind: 1. Änderungsschneiderei, 2. Anfertigung von Schlüsseln mittels Kopierfräsmaschinen, 3. Autoverglasung, 4. Betonbohren und -schneiden, 5. Einbau von Radios, Telefonen und Alarmanlagen in Kraftfahrzeuge, 6. Entkalken von Heißwasserbereitern, 7. Erdbau, 8. Erzeugung von Lebzelten und kandierten und getunkten Früchten, 9. Erzeugung von Speiseeis,10. Fahrradtechnik, 11. Friedhofsgärtnerei, 12. Gürtel- und Riemenerzeugung sowie Reparatur von Lederwaren und Taschen, 13. Huf- und Klauenbeschlag, 14. Instandsetzen von Schuhen, 15. Modellieren von Fingernägeln (Nagelstudio), 16. Nähmaschinentechnik, 17. Reinigung von Polstermöbeln und nicht fest verlegten Teppichen, 18. Schleifen von Schneidewaren, 19. Wartung und Überprüfung von Handfeuerlöschern, 20. Wäschebügeln, 21. Zusammenbau von Möbelbausätzen.


Wer braucht die Unternehmerprüfung nicht?

Für freie Gewerbe brauchen Sie keine Unternehmerprüfung. Freie Gewerbe sind in Österreich z.B. Werbeagentur, Vermittlung von Krankenpflege, Tauchunternehmen, Klavierstimmen, Filmproduktion u.v. anderes mehr.
Das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (=BMWFJ) publiziert eine aktuelle Liste der freien Gewerbe.

Wo finde ich Informationen und Anlaufstellen zu Unternehmerprüfung und Gewerbeberechtigung?

Wien

Eine gute Übersicht zu dem Thema finden Sie auf den Seiten der Stadt Wien:

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